Radtouren, Radwege, Radreisen
Radtouren und Radwege Rennrad-Touren und Radtraining Mountainbike Touren und MTB Trails Radsport-Events wie Radtouren, Radmarathon, Radrennen Radregionen - beliebte Regionen für Radtouren und Radsport

Theo Reinhardt vom Team rad-net ROSE
Interview mit dem Radprofi über seine Ziele 2014



17. April 2014

Theo Reinhardt zählt mit 23 Jahren zu den erfahrenen Akteuren im rad-net ROSE Team. Im Interview spricht der Berliner über die Kapitänsrolle, seine Zielsetzungen für 2014, die bevorstehende Olympia-Qualifikation und seine Ambitionen als Straßenfahrer.

Theo Reinhardt, wie wichtig ist für das rad-net ROSE Team ein guter Einstieg in die Straßensaison, auch auf deutschem Boden mit Rund um Köln am Ostermontag?

Theo Reinhardt: Für das Teamgefüge ist es ein guter Einstand sehr wichtig, damit man sieht, wie stark man ist und damit man Selbstvertrauen tankt. Passiert das gleich im ersten Rennen, ist das immer gut für den Kopf. Ich persönlich werde durch die Bundeswehr bei Rund um Köln nicht am Start sein, aber das Team ist sehr, sehr motiviert. Wir haben ein paar junge Fahrer, und die Jungen sind immer wild und richtig heiß. Mario Vogt und Emanuel Buchmann über den Winter gut trainiert und sind richtig gut drauf, das haben sie jetzt auch bei der Mzansi Tour gezeigt.

Wie sehen Sie Ihre Rolle in der Mannschaft?

Reinhardt: Mit meinen 23 Jahren bin ich noch nicht so alt, aber ich will schon die Vorbildfunktion und Kapitänsrolle übernehmen. In den Rennen möchte ich den Part der Führungsperson einnehmen und derjenige sein, der aufs Klassement fährt und die Ergebnisse einfährt. Da müssen wir sehen, wie sich das entwickelt. Wir haben in diesem Jahr noch einige sehr talentierte junge Fahrer dazu bekommen. Außerdem haben wir in unseren Reihen Mario Vogt und Emanuel Buchmann, die gute Straßenfahrer sind - da wird es auch mal darum gehen, sie zu unterstützen.

Wie ist die Premieren-Saison des rad-net ROSE Teams aus Ihrer Sicht verlaufen?

Reinhardt: Ich denke, wir können mit dem Einstieg im ersten Jahr durchaus zufrieden sein, das müssen wir jetzt mit guten Ergebnissen bestätigen. Von der Bahn-Seite her war es schwer, in die Rennen zu kommen, auch wegen des langen Winters im letzten Jahr. Wenn man bedenkt, dass wir alle neu zusammenfinden mussten, war das für den Anfang ganz in Ordnung, auch wenn wir in den Finalphasen von verschiedenen Rennen ein bisschen Pech hatten.

Was war für Sie der Höhepunkt der vergangenen Saison?

Reinhardt: Die Deutsche Elite-Straßenmeisterschaft, da haben wir uns sehr gut präsentiert, ich persönlich bin auch ein super Rennen gefahren. Ansonsten sind wir mit der Nationalmannschaft, wo der überwiegende Teil aus dem rad-net ROSE Team kam, eine gute Rundfahrt in Tschechien gefahren.

Welche Bedeutung hat für Sie der deutsche Rekord mit dem Bahnvierer Anfang Dezember in Aguascalientes?

Reinhardt: Der deutsche Rekord war gerade für uns Bahnfahrer eine super Sache. Danach war im Team ein bisschen der Stein runtergefallen - das hat gutgetan. Daran konnte man auch sehen, dass wir im Sommer gut gearbeitet haben und durch das rad-net ROSE Team ein gutes Rennprogramm hatten. Das hat letztlich auch Früchte getragen für eine gute Tempohärte im Winter.

Wie haben Sie den Winter überstanden?

Reinhardt: Gut, auch wenn er lang und anstrengend war. Wir sind alle Weltcups gefahren, waren zwischendurch wieder im Trainingslager und wenig zu Hause. Im März hatten wir eine kleine Verschnaufpause, jeder für sich zu Hause. Zurzeit bin ich von der Sportfördergruppe aus auf einem Bundeswehr-Lehrgang in Hannover, ebenso wie Kersten Thiele. Bis kurz vor der Bayern-Rundfahrt Ende Mai steht für uns die Bundeswehr im Vordergrund. Wir werden dort einen ganz normalen Aufbau machen und die Zeit nutzen, um gut zu trainieren.

Was haben Sie sich generell für 2014 vorgenommen?

Rheinhardt: Im ersten Teil der Saison werde ich vorrangig erstmal das Team unterstützen und selber in die Rennen reinfinden. Wie im letzten Jahr will ich bei der einen oder anderen Rundfahrt aufs Klassement fahren und mich mit dem Team bei der Deutschen Meisterschaft Straße im Juni wieder gut präsentieren. Das ist auch für mich ein wichtiges Rennen, um mich auf der Straße nochmal weiterentwickeln zu können. Ich habe ja noch die Hoffnung, dass ich den Sprung in ein ProTour Team schaffen könnte. Das ist durch die Bahn sehr, sehr schwer und in diesem Jahr durch den späten Einstieg wegen der Bundeswehr noch schwerer. Aber ich lasse nichts unversucht und möchte auch deshalb die Straßensaison richtig gut fahren.

Und wie steht es um die Bahn-Saison im Winter?

Reinhardt: Da steht die Olympia-Qualifikation im Vordergrund. Wir werden wahrscheinlich wieder alle Weltcups fahren, wo ich mich stark präsentieren will. Da ist es wichtig, dass ich den Aufbau über die Saison nutze und wir im Vierer den Aufwärtstrend fortsetzen und es weiterhin schaffen, unter vier Minuten zu bleiben.

Wie ist der Vierer aus Ihrer Sicht in der Olympia-Qualifikation unterwegs?

Reinhardt: Die Tendenz ist ganz klar aufsteigend. Ich denke, zu Olympia zu fahren ist nicht mehr so weit weg wie noch vor zwei Jahren, sondern schon in Aussicht. Es wird natürlich schwer. Neun Mannschaften kommen zu Olympia, also nochmal weniger als bei den letzten Olympischen Spielen. Sechs von diesen neun Teams sind aus Europa, aktuell sind wir unter den europäischen Nationen Sechster. Wir liegen im Plan, wobei die anderen Nationen wie Italien oder Holland, die zurzeit hinter uns stehen, natürlich weiter Druck machen werden. Aber wir sind zusammengewachsen und haben mit Sven Meyer einen sehr guten Trainer, der wirklich super Arbeit leistet und für den Weg meiner Meinung nach genau der Richtige ist. Außerdem befinden wir uns noch im Aufbau, das heißt, wir haben zwar schon einen Riesensprung gemacht, aber noch nicht alles an Trainingsmöglichkeiten ausgeschöpft. Wir werden uns weiter steigern und nochmal einen Leistungssprung machen.

In der Sechstage-Saison waren Sie wieder an der Seite von Robert Bartko unterwegs. Was konnten Sie von ihm kurz vor dem Abschluss seiner Karriere noch einmal mitnehmen?

Reinhardt: Wir sind - wie man so sagt - sehr viel mit Auge gefahren. Gerade die Finaljagd, wo es darum ging, nochmal richtig anzugreifen. Da hat er eine super Taktik vorgelegt. Wir sind immer zuerst gefahren, dadurch mussten die anderen immer nachziehen, was ihnen sehr schwer gefallen ist. Das war schon eine Sache, wo ich gesehen habe, wie leicht man ein Radrennen gestalten kann. Ansonsten hat er mir bei der Technik im Madison erklärt, wie ich optimal wechseln kann und bei einem Fehler sofort reagiere. Für die Straße war da jetzt weniger dabei, aber für die Bahn konnte ich wieder einiges mitnehmen, was ich auch an die Teamkollegen weitergeben kann.

Wie schwer fällt Ihnen das Springen zwischen Bahn und Straße?

Reinhardt: Die Bahn steht bei mir im Vordergrund. Das ist das, was mir Spaß macht und das, was für mich ein Stück weit die Faszination am Radsport ausmacht. Ich weiß ganz klar, dass ich auf der Straße auch gute Leistungen bringen kann und dass, wenn ich Profi werden könnte, mir das auch auf der Bahn weiterhilft. Viele Bahnprofis sind auch auf der Straße in Profiteams, dadurch können sie sehr viele Rennkilometer sammeln und bekommen eine gute Tempohärte. Der Sprung von der Bahn zurück auf die Straße fällt mir persönlich nicht so schwer. Die ersten zwei, drei Tage Training auf der Straße tun dann zwar immer weh und sind ein bisschen eklig, weil noch der Bahntritt da ist, aber ich bin ein Fahrer, der das gut hinbekommt.


Theo Reinhardt
Der Berliner Theo Reinhardt geht mit hohen Zielen in die zweite Saison des rad-net ROSE Teams.
Foto: Mareike Engelbrecht/rad-net.de


Radtouren und Radwege Rennrad-Touren und Radtraining Mountainbike Touren und MTB Trails Radsport-Events wie Radtouren, Radmarathon, Radrennen Radregionen - beliebte Regionen für Radtouren und Radsport



© 2014 radtourist.de | Impressum | Über uns | Links | Radwege-Verzeichnis | Kontakt | Werbung | Radtouren | Rennrad | Mountainbike | Radsport Events | Radregionen