Radtouren in der Eifel
Mit dem Fahrrad auf ehemaligen
Bahntrassen durch die Eifel
Das Schöne an einer Mittelgebirgsregion wie
der Eifel ist die Vielfalt, die sich nicht nur im Relief selbst
widerspiegelt, sondern auch hinsichtlich der Freizeit- und
Urlaubsmöglichkeiten – zum Beispiel, wenn es ums Radfahren geht.
Mountainbiker und Rennradfahrer kommen hier genauso auf ihre Kosten,
wie Genussradler, Kinder und Familien. Auf stillgelegten,
steigungsarmen Bahntrassen radelt es sich beschwingt, ob über die Höhen
oder entlang der Flüsse in den Tälern. Wo früher schwere
Eisenbahnwaggons wertvolle Güter transportierten, rollen heute die
Fahrräder von großen und kleinen Radfreunden – über Viadukte, durch
Tunnel und Städte, vorbei an Burgen, Schlössern und sogar Kunstwerken.
Über die gesamte Eifel-Region legt sich ein weit ausgebautes
Radwegenetz mit vielen Bahntrassenradwegen: So führt der
Maare-Mosel-Radweg beispielsweise von der Vulkaneifel bis in das
Rebenmeer der Mosel. Der Maifeld-Radweg ist insbesondere im Frühjahr
ein besonderes Erlebnis, streift er doch die goldgelben Rapsfelder auf
den Höhen der Osteifel. In der Südeifel laden Bahntrassenradwege wie
Prümtal-, Enztal-, Nimstal- und Sauertalradweg zu Natur- und
Kulturgenuss entlang des Radweges ein – über die deutschen Grenzen
hinaus. Auch der Eifel-Ardennen-Radweg kann mit einem Teilstück „auf
einstigen Gleisen“ aufwarten und überrascht mit seltenen und scheuen
Weggefährten - emsigen Bibern im Alfbachtal. Entlang des
Prümtalradwegs präsentiert sich eine ganz besondere Landschaftskulisse:
Meterhohe Hopfenpflanzen sind im Sommer willkommene Schattenspender.
Und was haben Bahntrassenradwege noch gemeinsam? Sie verbinden. So kann
man beispielsweise den Kalkeifel-Radweg zwischen Ahrdorf und
Hillesheim-Bolsdorf mit dem Kylltal- sowie dem Ahr-Radweg koppeln und
genießt so eine Rundfahrt zwischen Ahr, Rhein, Kyll und Mosel.
Übrigens: Es kommen sogar neue Bahntrassenradwege hinzu, wie zum
Beispiel die Vennbahn. Sie führt auf ihren insgesamt 125 Kilometern von
Aachen über Monschau nach St. Vith in Belgien und schließlich nach
Troisvierges in Luxemburg. Die grenzüberschreitende Trasse zählt zu den
längsten Bahntrassenradwegen Europas. Allein auf den ersten Kilometern
zwischen Aachen und Monschau ist ein höherer Anstieg zu überwinden,
danach kann man wieder einen Gang hochschalten und die einmalige
Kultur- und Naturlandschaft zwischen Heide- und Heckenlandschaft,
tiefen Wäldern und idyllischen Flusstälern genießen. Nicht nur die
Domstadt Aachen ist sehenswert, auch die Tuchmacherstadt Monschau, St.
Vith mit seinem Heimatmuseum oder die Burg Reuland. Genussradler teilen
die Gesamtstrecke in drei Etappen.
Die Vennbahn befindet sich in der ersten Jahreshälfte 2012 teilweise
noch in der Bauphase. Aktuelle Informationen zur Strecke (wie
beispielsweise Eröffnungen von Teilstücken), Unterkünften,
Sehenswertem, Verbindungen, Fahrradvermietung,
Eröffnungsfeierlichkeiten usw. können auf www.vennbahn.eu nachgelesen
werden.
Weitere Informationen zu den Bahntrassenradwegen der Eifel sind im
Radmagazin 2012 zu finden. Es kann bei der Eifel Tourismus GmbH
kostenfrei angefordert werden: Eifel Tourismus GmbH,
Kalvarienbergstraße 1, 54595 Prüm, Tel: +49(0)6551/96560, Fax:
+49(0)6551/965696 und unter info@eifel.info oder www.eifel.info.