Pilotprojekt D-Route 3
Die D-Route 3 setzt mit einem Pilotprojekt neue Standards für ein
deutschlandweites Netz von Radfernwegen mit hoher Qualität.
Juni 2011, von
Michael Kunst
Von der Vision zur Realität: Mit vorbildlicher Wegweisung,
Infrastruktur und Streckenqualität erreicht der neue Radfernweg D-Route
3 über eine Länge von 960 km Premiumstatus. Unter Federführung des
Deutschen Tourismusverbandes (DTV), gefördert von den Bundesministerien
für Verkehr und Wirtschaft und mit Beteiligung aller fünf Bundesländer
entlang der Strecke wurde – auf Basis des Europaradweges R1 – ein
Pilotprojekt realisiert, dem elf weitere D-Routen in Deutschland folgen
sollen.
In modernen, zukunftsweisenden Verkehrskonzepten nimmt das Fahrrad als
Transportmittel und als wichtiger Bestandteil der Mobilitätskette eine
zentrale Rolle ein. Wachsendes Gesundheitsempfinden und
Umweltbewusstsein haben dabei dem Fahrradtourismus als zeitgemäße Form
des Aktivurlaubs einen hohen Stellenwert eingebracht – die aktuelle
Grundlagenuntersuchung des DTV ermittelte Bruttoumsätze von 9,16
Milliarden Euro durch Ausgaben deutscher Fahrradtouristen mit 153
Millionen Tagesreisen und 22 Millionen Übernachtungen.
Einheitliches
Radfernwegenetz
Hier setzt das Konzept des Radnetzes Deutschland an. Denn kein anderes
europäisches (Flächen-)Land bietet so breit gefächerte, hochwertig
ausgebaute Radfernwege für radelnde Aktivurlauber wie Deutschland; was
bisher allerdings fehlte, war ein einheitlicher, qualitativer Standard,
auf den sich die Radfahrer in jeder Hinsicht, auf jeder Strecke, auf
jedem Routenabschnitt verlassen können.Mit dem Pilotprojekt D-Route 3
wird nun deutlich gemacht, dass länderübergreifende Standardisierung,
einheitliche Koordinierung und infrastrukturelle Qualitätsrichtlinien
die Attraktivität der radtouristischen Angebote in Deutschland noch
deutlich erhöhen.
Referenz und Maßstab
für das Radnetz Deutschland
So kann der Tourenradler heute auf der D-Route 3 über 960 km
Streckenlänge von der niederländischen bis zur polnischen Grenze einen
einzigartigen Querschnitt deutscher Landschaften buchstäblich
„er-fahren“. Außergewöhnliche Qualität der Wege, verlässliche
Routen-Beschilderung, ein breites kulturelles Angebot entlang der
Strecke sowie lückenlose Angebote von Bett + Bike-Unterkünften und
Gastronomiebetrieben machen dabei aus jedem Streckenabschnitt der
D-Route 3 ein unvergessliches Erlebnis. Und: der hier gesetzte Standard
kann als tragende Basis für die weiteren, noch ins Netz zu
integrierenden D-Routen gelten! Jede einzelne Erfahrung, die heute und
morgen mit dem Pilotprojekt gemacht wird, bringt den federführenden
Deutschen Tourismusverband und seine Partner bzw. Förderer ihrem
erklärten Ziel eines fahrrad-touristisch einheitlich vernetzten
Deutschlands näher. 12 D-Routen auf 11.700 km Länge – die sämtlich auf
bereits bestehenden und bei Tourenradlern etablierten Radwegen
verlaufen – sollen die unterschiedlichsten Regionen miteinander
verbinden und mittelfristig die höchste Ebene deutscher
Fahrradtouristik bilden. Durch diese erhöhte Attraktivität wird ein
Mehrwert für alle Beteiligten geschaffen, der sich derzeit bereits auf
der D-Route 3 messen lässt: Erhöhte Frequentierung durch Tourenradler
aus dem In- und Ausland, somit verbesserte gastronomische Auslastung
und gesteigerte Anzahl Übernachtungen in angeschlossenen
Hotelbetrieben. Das „Radnetz Deutschland“ hat sich mit dem Pilotprojekt
D-Route 3 schon heute als Oberbegriff für alle D-Routen und als
zentrale Marke innerhalb des deutschen Fahrradtourismus etabliert – ein
richtungweisendes Projekt, das neue Qualitätsmaßstäbe setzt und bereits
ein wesentlicher Bestandteil moderner, umweltbewusster Verkehrspolitik
ist … und bleiben wird!
www.radnetz-deutschland.de